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Maxdata kaufen 31.07.2000
WestLB
MAXDATA (WKN 658130) ist das führende Vertriebsunternehmen für Computer-Monitore (Marke Belinea) und stelle PC her, berichten die Experten der WestLB.
Das Unternehmen befinde sich zur Zeit in einen Wandel, das es sich aus dem von niedrigen Margen geprägten PC-Montage-Geschäft für OEM zurückgezogen habe und vor dem Roll-out seiner „E-Future“-Strategie stehe. Die von MAXDATA in mehrheitlichem Besitz befindliche Tochter Pansite sei als Application Service Provider (ASP) tätig und biete ein Online-Editierungssystem (Pansite 3.0) an. Dieses System ermögliche Klein- und mittleren Unternehmen die Verwaltung und Aktualisierung der Inhalte ihrer Webseite ohne über Programmierkenntnisse verfügen zu müssen. Das Hosting, die Sicherheitsüberwachung und die Datenspeicherung erfolgten im MAXDATA-Rechenzentrum .
Pansite 3.0 werde im Rahmen eines Mietpakets (490,- DM/Monat) angeboten, das eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zum Internet durch die Deutsche Telekom einschliesse. Der Schlüssel zum Erfolg des Geschäftsmodells bestehe bisher darin, dass der Vertrieb ausschliesslich indirekt abgewickelt werde, d.h. dass MAXDATA nicht an den Endverbraucher verkaufe und damit nicht mit seine Kunden, grösstenteils kleine und mittlere Hardwarelieferanten, konkurriere. Die neue Strategie stelle eine subtile Veränderung das, da MAXDATA sich nunmehr an 500.000 potentielle Endverbraucher durch ein direktes Mailing wende.
Das Unternehmen verfüge auch über ein Call-Center mit 50 Mitarbeitern, die ausschliesslich für das Marketing hinsichtlich dieser Zielgruppe zuständig seien. Das Unternehmen versuche zudem, durch den üblichen Vertriebsweg, seine Händler dafür zu gewinnen, diese „E-Future“-Lösung zu vermarkten. Dieser Vertriebsweg sehe sehr vielversprechend aus angesichts der bestehenden Beziehungen und der Tatsache, dass den Händlern ein attraktives Angebot winke : Lizenzgebühren für vier Monate zu Beginn des Vertrages und eine Monatsgebühr pro Jahr für die Vertragslaufzeit.
Im laufenden Geschäftsjahr rechnen die Experten mit einem Gewinnanstieg von 1,09 € je Aktie. Für das Jahr 2001 werde ein Gewinnanstieg von 1,75 € und für das Jahr 2002 ein Gewinnanstieg von 2,11 je Aktie erwartet. Dies entspreche einem 2001er KGV von 10,6.
Der PC-Markt sei zweifellos von hohem Wettbewerb gekennzeichnet und sei besonders im SoHo (Small Offfice/Home Office)-Segment fragmentiert, in dem MAXDATA tätig sei. Allerdings verfüge MAXDATA über ein einzigartiges Geschäftsmodell. Die E-Commerce-Aktivitäten von MAXDATA seien zwar als Offensive gegen einen extrem wettbewerbsfähige Markt gerichtet, allerdings verfüge das Unternehmen über einen bereits bestehenden Kundenstamm. Wenn es MAXDATA gelinge, seine bisher anonyme Kundschaft in eine aktive, auf E-Commerce ausgerichtete Klientel zu verwandeln, könne damit das Image des Unternehmens aus Sicht des Marktes positiv verändert werden. Die Tatsache, dass die Deutsche Telekom im Rahmen des Pansite-Paketes ADSL-Verbindungen anbiete, sei ein ermutigender Vertrauensbeweis.
Die Analysten der WestLB hielten MAXDATA für günstig bewertet. Ein Blick auf das KGV genüge. Zudem werde der Jahresüberschuss durch einen niedrigen Steuersatz von 18 % begünstigt. Obwohl der Markt MAXDATA als unbeliebte graue Maus betrachte, habe das Unternehmen durchaus das Potential eines New Economy-Unternehmens. Viele der Gründe, MAXDATA zu kaufen, seien banal, z.B. die Aktie sei preiswert, berge ein geringes Risiko und das Unternehmen selbst sei effizient. Die Ergebnisse könnten allerdings etwas üppiger sein.
Die Ergebnisse des zweiten Quartals würden für den 16. August erwartet. Der Umsatz werde aufgrund des auslaufenden OEM-Geschäfts und der durch den schwachen Euro verursachten schwierigen Marktbedingungen spürbar unter Vorjahresniveau liegen. Das Unternehmen habe beteuert, dass keine Verluste zu erwarten seien.
Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals habe MAXDATA eine leichte Gewinnwarnung mit dem Hinweis ausgegeben, dass es wegen der Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar unmöglich sei, Schätzungen für zukünftige Quartale abzugeben. Ungefähr einen Monat später (19.Juli) meldete das Unternehmen, dass es Marktanteile gewonnen und sogar einige Preiserhöhungen durchgesetzt hätte. Dennoch wurde es bei den Schätzungen der Analysten lediglich dabei belassen, dass Verluste vermieden würden. Allerdings sei neues Vertrauen dadurch geschöpft worden, dass MAXDATA einen Wiederanstieg der EBIT-Marge auf 5% im zweiten Halbjahr erwarte.
Bei den 120 Händlern, die als Vertriebspartner für das Pansite-Produkt autorisiert seien, erwarten die Experten Fortschritte. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass dieses Paket auf grosse Akzeptanz stosse, obwohl es dafür zur Zeit nur sporadische Anzeichen gebe. Einzelne Kunden von hohem Profil zu gewinnen erscheine unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Im weiteren Verlauf wollten die Analysten abwarten, ob MAXDATA seine Beteiligung an Pansite über eine einfache Mehrheit hinaus erhöhe. Dies würde die Möglichkeit einer Sonderfinanzierung eröffnen. Wenn einmal die Grundlagen für den Erfolg geschaffen seien, werde diese Option umso wahrscheinlicher.
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